Die Pilgerreise: Galerie


 
 

 Im Jahr 1210 wird Mara als Tochter des Landgrafen Herwig und seiner Frau Ursula geboren. Schon in frühester Kindheit muss sie mit miterleben, wie die Hebamme des benachbarten Dorfes als Hexe angeklagt und durch ein Inquisitionsgericht zum Tode verurteilt auf dem Scheiterhaufen stirbt.
Der zum Verhör hinzugerufene Landvogt Adalbert, ein unangenehmer Mann Ende vierzig, freundet sich mit Maras Vater an und überredet diesen, ihm seine Tochter zur Frau zu geben, wenn das Mädchen ins heiratsfähige Alter kommt.

An ihrem zwölften Geburtstag wird die junge Mara verheiratet und erlebt schon in der Hochzeitsnacht, wie rücksichtslos und brutal ihr Mann sein kann. Dennoch folgt sie ihm auf seine Vogtei und erlebt dort in den nächsten Jahren die Hölle auf Erden.
Als ihr Mann dem Ruf des brandenburgischen Markgrafen Folge leisten muss und sich im Jahr 1241 dem Kreuzzug ins heilige Land anschließt, ist seine Frau mit ihrem zweiten Kind schwanger. Zwei Jahre zuvor war ihr Sohn Johannes geboren worden.

 

Nur wenige Monate später erfährt die Vogtin, dass ihr Mann im Heiligen Land das Zeitliche gesegnet hat, die Umstände seines Todes (Steinigung nach der Vergewaltigung einer jungen Muslima) erfährt sie nicht.
Mara, die ihrem Mann die ganzen Jahre hindurch den Tod gewünscht hat, plagt nun das schlechte Gewissen und sie beschließt, eine Pilgerreise nach Jerusalem zu unternehmen. Ihre Mutter, mittlerweile ebenfalls Witwe schließt sich ihr an und so brechen sie im März 1243 mit einem kleinen Gefolge auf.

Sie reisen über Leipzig und Ulm nach Nürnberg, treffen unterwegs eine Gruppe jüdischer Händler und Mara freundet sich mit Ariel, einem jungen Juden an, der ihr viel über seine Kultur beibringt. Maras Mutter wird durch einen Heiltrank des Juden von ihrer schweren Lungenentzündung geheilt, die sie für mehrere Tage ans Bett gefesselt hat.

Der Weg führt sie weiter in Richtung Konstanz. Unterwegs wird das Lager nachts von einem Bären heimgesucht und einer der Knechte erliegt am darauffolgenden Morgen seinen schweren Verletzungen.
Am Bodensee nächtigen sie im berühmten Kloster Reichenau, bevor sie in Konstanz ihren Wagen verkaufen wollen. Hierbei erleben sie eine Begegnung mit einem Taschendieb, der ihnen beinahe die Hälfte ihrer Reisekasse entwendet.
Durch einen alten Mönch im Kloster haben sie erfahren, dass es einen kurzen und einen langen Weg über die Alpen gibt. Aufgrund der Tatsache, dass sie durch die Erkrankung der alten Gräfin Zeit verloren haben, entscheiden sich die Pilger für den kürzeren, aber gefährlicheren Weg.

Ein Bergführer namens Ambrosio wird in Chur gefunden. Kurze Zeit später treten die Reisenden den Weg durch die berüchtigte Via mala, eine beklemmende Felsschlucht mit steilen Abhängen und engen Wegen an. Ein störrisches Maultier, das sich weigert eine schmale Brücke zu überqueren, stürzt hierbei ab und nur in letzter Sekunde kann der Knecht, der das Tier führte, vor dem sicheren Tod gerettet werden. Der komplizierte Bruch seiner rechten Hand, den er sich dabei zuzieht führt jedoch dazu, dass ihm Tage später in der Hütte eines Bergbauern die Hand amputiert werden muss.

Auf dem Splügenpass gesellt sich eine Kaufmannsfamilie, ebenfalls mit einem Bergführer namens Giuseppe zu ihnen. Der kleine Italiener ist den Reisenden auf Anhieb sympathisch und nachdem er Maras Sohn vor dem Sturz unter die Räder des Kaufmannswagens gerettet hat, bietet Mara ihm, der von den Pilgerstätten des heiligen Landes schon immer geträumt hat, an, sie auf der weiteren Reise zu begleiten.

Im Juni erreichen sie endlich Venedig und erleben dort das einmalige Schauspiel der „Vermählung mit dem Meer" an Christi Himmelfahrt. In der Herberge der deutschen Kaufleute treffen sie Ariel wieder, der ihnen mittels seiner Kontakte zu anderen Kaufmännern eine Schiffspassage nach Konstantinopel vermitteln kann. Einer der Kontakte ist der Buchhändler Jacob aus Cochem, in den sich Mara verliebt. Jacob, der mit den Schiffseignern, den Gebrüdern Polo, eng befreundet ist, begleitet sie nach Konstantinopel und verabredet mit ihr, dass sie sich auf ihrem Rückweg wieder sehen werden.

Auch der alte Jude Isaak, ein Freund Ariels, der aus Venedig flüchten muss, schließt sich ihnen bis Konstantinopel an. Von dort aus reisen die Pilger mit einem Pferdehändler weiter durch Kleinasien, erleben die Weite der Steppe, scheinbar endlose Moore und die befestigten Städte der Seldschuken. Isaak, der bei seinem Bruder in Konstantinopel Aufnahme gefunden hatte, gab ihnen den Hinweis, dass sie sich in Iconeum an Rashid den Teppichhändler, einen zum Christentum konvertierten Syrer, wenden sollen. Nachdem sie diesen ausfindig gemacht haben, erklärt sich der Händler bereit, ihnen in seiner Karawane nach Akkon Plätze anzubieten.


 

Kurze Zeit später sind sie auf dem Weg nach Syrien. Rashid, ein gebildeter Mann, ist von Maras Mutter Ursula sehr angetan und begleitet die Reisenden bis Jerusalem, wo sie sich endlich am Ziel ihrer Pilgerreise wähnen und die heiligen Stätten besuchen.
Durch mehrere Verzögerungen während ihrer Wallfahrt gelingt es den Pilgern nicht mehr, die Stadt vor Einbruch der Herbststürme auf dem Mittelmehr zu verlassen und sie entschließen sich daher, in einem gemieteten Haus in Jerusalem zu überwintern. Ein Reitunfall von Maras Sohn zwingt sie jedoch im Frühjahr 1244 ihren Aufenthalt nochmals zu verlängern.
Im Juli 1244 wird die Stadt von herannahenden Söldnertruppen des ägyptischen Sultans überraschend angegriffen. Die christliche Bevölkerung Jerusalems flüchtet in die Zitadelle, und erlebt eine wochenlange Belagerung in sengender Sommerhitze.



Im August verhandelt der Patriarch von Jerusalem mit den Angreifern den Auszug der Christen aus der Stadt. Mehr als sechstausend Menschen, unter ihnen auch Mara und ihre Familie, machen sich auf den Weg nach Jaffa. Doch ein Teil kehrt um, nachdem sie beim Zurückblicken Fahnen der Kreuzfahrer auf den Zinnen gesehen haben, in dem Glauben, ein Ersatzheer sei angekommen und habe die Stadt zurück erobert. Mehr als zweitausend werden vor den Mauern Jerusalems durch die Feinde dahingemetzelt.
Die restlichen Flüchtlinge sind auf ihrem Weg den Überfällen arabischer Straßenräuber ausgesetzt. Viele werden getötet, andere in die Sklaverei verschleppt. Nur etwa dreihundert der ausgezogenen Christen erreichen die schützende Stadt Jaffa.

 


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Mara im TV:

31.08.2013 um 18:00 Uhr auf RBB
Link zur Mediathek hier auf der HP




 
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